Dienstag, 28. April 2015

Lesungen

Früher bin ich noch ziemlich weit zu einer Lesung gefahren, heute kann ich es aus bestimmten Gründen nur noch im näheren Umkreis meines Wohnortes.  Und dort sind die Möglichkeiten natürlich schnell ausgeschöpft. Leider sind also Lesungen seltener geworden, was ich bedauere, denn ich habe großen Spaß daran und genieße die Situation während des Lesens intensiv.
Trotzdem begleitet mich seit 20 Jahren bei jeder Lesung die bange Frage, wie viele Zuhörer wohl kommen werden. Immer fürchte ich, dass ich vielleicht nur für zwei Zuhörer lesen müsste. Man kann es einfach nicht voraussehen.
 Ich habe schon fast alles gehabt: für mich als verhältnismäßig unbekannte Autorin überraschend viele, aber auch enttäuschend wenige Zuhörer. Eine ganz kleine Lesung von nur ungefähr 15 bis 20 Minuten hat mich vor Weihnachten 2013 einmal völlig fassungslos gemacht. Ich sollte während eines Weihnachtsmarktes in einer eiskalten Klosterkirche lesen. Wenige Wochen zuvor hatte ich in einer gemütlichen Gastwirtschaft bei noch gemütlicherem Kaminfeuer mit nur 15 Personen gelesen, allerdings aus einem neu erschienenen Buch, während dies hier nur eine kurze Weihnachtsgeschichte sein sollte. Ich war nun felsenfest davon überzeugt, dass mitten in Winter nicht mehr als drei Zuhörer in die nicht heizbare Klosterkapelle kommen würden. Zur Mittagszeit. Wer geht denn da zu einer Lesung?! Für mich schien alles zusammen eine denkbar schlechte Voraussetzung, um Zuhörer für eine nette kleine Weihnachtsgeschichte zu interessieren!
Ich versuchte, den Superintendenten zu überzeugen, dass kein Mensch kommen würde, schließlich hatte ich mit Lesungen Erfahrung, er nicht, aber er ließ sich nicht überzeugen. Ich hätte in der geheizten Kirche lesen wollen, vorne vielleicht ein, zwei Bänke dafür benutzen, aber nein – es musste die zwar schöne, aber eisige Klosterkapelle sein!
Also ging ich wie für eine Nordpolexpedition angezogen zur Lesung in die Kapelle. Da stand für mich ein Ohrensessel, und der Superintendent hatte mir noch eine extra Decke mitgebracht. Das nahm ich ungeniert und dankbar an, aber ich muss schon einen etwas befremdlichen Anblick geboten haben mit meiner schön dick gefütterten Skihose und einer warmen Decke über dem Schoß!  Es war mir egal. Ich mag es gern warm haben. 
Doch ich hatte von mir auf andere geschlossen, denn ich selbst wäre nie als Zuhörerin zu einer Lesung in einen Eiskeller gegangen!  Dann kamen sie, ich weiß nicht, wie viele, aber die ganze Kapelle war  bis hinten voll. Ich war fassungslos und dachte an meine vorhergehende Lesung am gemütlich warmen Kaminfeuer mit Kaffee und Kuchen …   
Doch ich ahne auch, warum so viele zu der Weihnachtsmarktlesung kamen: Die Kirche hatte es organisiert und bekanntgegeben. Und so ein Veranstalter ist kaum zu toppen! 
Im Normalfall aber kommt es bei der Besucherzahl am meisten auf den Bekanntheitsgrad des Autors an, aber auch auf die Uhrzeit, zu der die Lesung stattfindet, auf die Jahreszeit und sogar aufs  Wetter. Wird die Lesung mit Musik untermalt, ist das ein dickes Plus. Ich hatte das leider nur einmal. Doch in Scharen strömen Zuhörer nur, wenn der Autor richtig prominent ist. Vielleicht war er schon in Talk Shows zu sehen, oder er kann mit sonst noch etwas Besonderem aufwarten.
Aber als wenig oder vielleicht sogar unbekannter Autor bekommt man auch seltener Lesungen. Denn die Arbeit mit so einer Veranstaltung wollen sich Büchereien oder bei wem auch immer man lesen möchte, nur ungern aufhalsen, weil es sich „nicht lohnt“, so einen Aufwand für nur wenige Zuhörer auf sich zu nehmen.  Das ist mir so auch direkt schon gesagt worden.
Bedauerlich, aber das muss man wie so vieles im Leben einfach akzeptieren. 

Donnerstag, 23. April 2015

Der kleine Drache - Vorgeschichte zum Kinderbuch

Dies ist die Vorgeschichte zu meinem Kinderbuch, das in den nächsten Wochen  erscheinen und „Drachenalarm“ heißen wird. Ich hatte dieses unten stehende Märchen erst geschrieben, nachdem vor 12 Jahren das Kinderbuch „Drachenalarm“ zum ersten Mal unter einem anderen Titel erschienen ist. Das ursprüngliche Märchen ist aber eine längere und völlig eigenständige Geschichte, die ich nur für den Blog an einer Stelle aufhören lasse, an der die Handlung im Kinderbuch erst so richtig beginnt. 


Der kleine Drache
Auszug aus dem Märchen „Karlchen, der kleine Drache“


In einem Land weit fern im Norden liegt ein unwirtlich kahles Tal, das bisher nur von wenigen Menschen unter Lebensgefahr betreten wurde. Kein Baum wächst dort, keine bunte Blume unterbricht und verschönt das eintönige Grau der Steine und Felsen. Nicht einmal der kleinste Grashalm wagt sich zwischen dem Geröll der Talsohle heraus, denn hier hausen in den Höhlen der steilen, zerklüfteten Felswände wilde, feuerspeiende Drachen. Sie lärmen und kämpfen miteinander, dass den wenigen, die dieses Spektakel auch nur von weitem gesehen haben, fast das Blut in den Adern gefror. Überall im Tal schießen die Flammen der drei- und fünfköpfigen abscheulichen Gesellen urplötzlich in die Luft, und ihr wüstes Gebrüll dringt weit über die Berge des Tales hinaus und versetzt die Bewohner der angrenzenden Ländereien in Angst und Schrecken. Sie verschließen dann ihre Türen und Fenster und holen das Vieh von den Weiden, um es in den Ställen, die sie ebenfalls gut verriegeln, in Sicherheit zu bringen.
In dunkler Nacht kommen die Drachen oft und stehlen das Vieh von der Weide. So laut wie diese böse Bande in ihrem unwirtlichen Tal lärmt, so leise können die einzelnen Drachen sein, wenn sie hinausfliegen und sich ein Schaf oder Rind zum Nachtmahl holen.
In diesem trostlos grauen Tal, in dem es nur Steine gibt und unfreundliche Drachen, die sich mit Vorliebe gegenseitig bekämpfen und – man höre es mit Schaudern! – manchmal sogar gegenseitig verspeisen, wurde vor Jahren ein Drache geboren, der anders als die Großen aussah.  Er hatte zur Empörung seiner Mutter nur einen einzigen Kopf und viel zu kleine Flügel. „Einkopf!“, fauchte sie verächtlich – und so wurde er fortan von allen genannt. Die Drachenmutter schämte sich für ihren Sohn, denn alle, die in ihre Höhle kamen, um den neuen Bewohner zu begutachten, spotteten über das hässliche Baby. „Hoho!“, grölten sie und spuckten Feuer, und der kleine Drache zuckte zusammen. Er hatte Angst und bemühte sich, auch ein Flämmchen zu pusten, aber das wollte ihm noch nicht gelingen. „Hoho!“, brüllten die groben Spießgesellen wieder und schlugen mit ihren scheußlichen Schwänzen herum.  Der kleine Drache fürchtete sich immer mehr und duckte sich, um nicht erschlagen zu werden.
Das Leben war hart für ihn. Doch er lernte schnell und ging der ganzen Bande, so gut es ging, aus dem Weg. Im Verborgenen übte er aber fleißig Feuerspucken, und es gelang ihm mit der Zeit auch immer besser. Fliegen allerdings lernte er mit seinen kurzen Flügeln nur schwer. Er konnte sich zwar mühselig in die Luft erheben, ermüdete aber schnell und sackte dann meistens mit einem Plumps auf die Erde hinunter. Wenn ihn seine Artgenossen bei den kläglichen Flugversuchen beobachteten, lachten und spotteten sie nach Drachenart. Sie hätten ihn, den Schwächling, am liebsten gleich gefressen. Doch der kleine Drache entkam ihnen stets und versteckte sich hinter seiner auch nicht gerade freundlichen Mutter.
Einkopf litt beständig Hunger, denn er bekam immer nur den letzten Happen einer Beute, den keiner mehr haben wollte. Drachen denken ja immer nur an sich selbst, das ist so ihre Art. Deshalb blieb er auch schwach und klein. Seine Mutter vertrieb ihn bald, und so war er von nun an auf sich selbst gestellt. Er war traurig, fühlte sich sehr einsam und verließ die kleine Höhle, in der er Unterschlupf gefunden hatte, nur wenn er großen Hunger hatte.
Eines Tages, als die alten großen Drachen ihm wieder nichts von ihrer Beute abgeben wollten und ihn mit ihren fünf Köpfen feuerfauchend vertrieben hatten, beschloss er, sich selbst Futter zu besorgen. Er erhob sich mit seinen Stummelflügeln und schaffte es mit Müh und Not, die steilen Felsen, die das Tal umgaben, zu überfliegen.
Auf der anderen Seite sackte er völlig erschöpft auf die Erde und erholte sich eine Weile mit geschlossenen Augen von der übergroßen Anstrengung. Dann erst blickte er sich um, sah staunend die fremde Landschaft, Bäume und Gras.  Zum ersten Mal in seinem Leben hörte er Vogelgezwitscher und Insektengebrumm. Das alles gab es ja in seinem grauen, steinigen Tal nicht.  Er konnte sich gar nicht satt sehen  und begann aufgeregt herumzuspringen und wie wild mit dem Schwanz zu wirbeln. Dabei aber bemerkte er wieder den nagenden Hunger, und so begann er, nach etwas Fressbarem zu suchen. Nicht weit von ihm entfernt saß ein Tier, das nach einer Mahlzeit aussah. Doch als er ungeschickt näher trapste, rannte es, ängstliche Töne von sich gebend, davon.
Unser kleiner Drache hatte also weiterhin Hunger.
„Ich versuche es mal mit dem hier“, dachte er und begann die Blätter eines Busches abzurupfen. Das schmeckte, wie er fand, nicht einmal schlecht, und er fraß mehr und mehr, bis er satt war.
Zufrieden hockte er sich auf seinen dicken Schwanz und überlegte. Er war satt. Ja, aber was nun? Sollte er wieder zurück über die Berge, von wo er die großen Drachen grölen hörte, oder sollte er einfach hier bleiben?  Hier war es doch schön, viel schöner als dort, von wo er herkam.
Während er so hin und her überlegte, sah er zwei merkwürdige Wesen laut schreiend auf ihn zurennen. Er wusste, dass dies nur Menschen sein konnten, denn er hatte die großen Drachen immer heimlich belauscht, wenn sie über die dummen, kleinen Menschen spotteten. Für ihn jedoch waren sie nicht klein, denn er war ja selbst noch klein. Darum bekam er Angst vor diesen Wesen, die immer näher kamen und von denen einer etwas Langes, Spitzes drohend gegen ihn schwenkte, und rannte davon, so schnell er konnte. Wegzurennen und sich zu verstecken, das hatte er ja bei seinen Artgenossen gelernt. Er lief in den nahen, dunklen Wald und verbarg sich geschickt zwischen Bäumen und Büschen.
Der kleine Drache war wie alle Drachen grün, und deshalb konnten die beiden Männer ihn nicht entdecken. Als sie dicht an ihm vorbei gingen machte er vor Angst die Augen zu. Doch er merkte, dass auch die beiden Menschen Angst vor ihm hatten und deshalb nicht lange nach ihm suchten, sondern bald umkehrten.  Das machte ihn nachdenklich, und er beschloss, die Gegend zu verlassen und weiter zu wandern.
So zog der kleine Drache hinaus in die Welt, die ihm mit jedem Tag besser gefiel.
Er kam nur langsam voran, ernährte sich von Blättern und anderem Grünzeug und ging den Menschen aus dem Weg. Sobald sie in seine Nähe kamen, versteckte er sich zwischen Büschen und Sträuchern oder legte sich platt auf eine Wiese. Er wurde dadurch für die Menschenwesen fast unsichtbar. Als er ein oder zwei Mal nicht aufmerksam war und ihn einige Menschen dabei überraschten, wie  er die Blätter einer dichten Hecke laut schmatzend abfraß, starrten sie ihn zuerst ungläubig an und machten anschließend Jagd auf ihn. Natürlich fanden sie ihn nicht, er war ja ein Meister im Verstecken. Doch er konnte an ihrem aufgeregten Verhalten erkennen, dass auch sie ihn fürchteten, genau wie die, die er nahe seinem Tal im Norden gesehen hatte.
Dass aber auch die Tiere Angst vor ihm hatten, verstand er nicht, und es bereitete ihm großen Kummer. Er tat keiner Fliege etwas zuleide, fraß nur noch Grünzeug, und trotzdem rannten alle vor ihm davon. Sie rannten und sprangen, sausten und flatterten, als ginge es um ihr Leben. Er hätte so gern mit einem anderen Tier gespielt oder geredet, aber jedes Mal, wenn er es versuchte, flüchteten sie vor ihm. So war er auch in der schönen bunten Welt mit all ihren vielen Bewohnern einsam.  Manchmal war er so traurig und müde von seiner langen Wanderung, dass er sich auf seinen Schwanz setzte und große Drachentränen weinte. Er war eben noch ein kleiner Drache. Ein großer hätte niemals geweint.
Was er nicht wusste, war, dass er viel zu laut herumpolterte. Er war das Lärmen, Grölen, Fauchen und Stampfen so gewöhnt, dass er gar nicht auf den Gedanken kam, wie sehr er damit andere Waldbewohner, die obendrein ja auch noch viel kleiner waren als er, erschreckte. Wenn er ging, dann trampelte er wie hundert Elefanten, wenn er weinte, hallte sein lautes „Huuuu, huuuu“ durch den Wald, wenn er schlief, dann schnarchte er dröhnend, und sogar wenn er fraß, geschah dies allzu geräuschvoll. Er schmatzte und katschte und rülpste völlig unmanierlich. Aber es war schließlich nicht seine Schuld, dass er keine bessere Erziehung genossen hatte.
Eines Abends fand er in einem Wald, völlig verborgen hinter dornigem Gestrüpp und Büschen, eine Höhle, deren Eingang fast zugewachsen war. Er zwängte sich hinein und schlief umgehend auf dem Boden ein.  Er war ja so müde!
Am nächsten Morgen begutachtete er die Umgebung und fand sie so angenehm, dass er beschloss, ein paar Tage hier zu bleiben, sich satt zu fressen und gründlich auszuruhen. Doch auch ein müder Drachenjunge kann nicht immer nur schlafen. Und so ging er, wenn er wach war, seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Feuerspucken nach. Er trampelte durch den Wald und sein lautes „Huuu, huuu“, verschreckte auch die mutigsten Tiere. Keines traute sich in seine Nähe.
Als er wieder einmal herzzerreißend heulte und sich vor seinen Tatzen  schon eine kleine Lache aus Drachentränen bildete, geschah etwas ganz Außergewöhnliches. 





Sonntag, 19. April 2015

Schreiben kann doch fast jeder! Wirklich?

Es hört sich alles so einfach an: Schreiben. Was ist das schon? Das kann doch fast jeder, so mag mancher Außenstehende denken. Das kann man in der Freizeit, das kann man sonntags, am Abend, in der Nacht. Stimmt. Ich bin nicht an einen festen Plan, nicht an Bürozeiten gebunden. Hobbyautoren müssen auch meistens nicht unbedingt produzieren, weil sie ihr Geld damit verdienen oder ihre Fans schon auf das nächste Buch warten oder der Verlag Druck macht. Als „freier“ Autor darf man dem Vergnügen frönen. Jederzeit, wenn uns die Muse freundlicherweise küsst.  Und die küsst nur, wann sie es will, nicht, wann ich es will.
Und natürlich gibt es auch ein, nein, zwei „Aber!“ Außer der Lust und dem Drang zu schreiben, diesem inneren Feuer, außer Begabung und dem überaus wichtigen Handwerk, das zum guten Schreiben unbedingt dazu gehört, braucht ein Autor noch zwei ganz profane Voraussetzungen.
Egal in welchem Alter oder Familienstand, ein ernsthafter Autor braucht auch ein ruhiges Plätzchen, ein Zimmer, in das er sich zurückziehen und nachdenken, Ideen ausbrüten und über die richtigen Formulierungen grübeln kann. Er braucht ein stilles Kämmerchen, in dem er sich wohlfühlt, und muss die Tür hinter sich schließen können. Man kann nicht schreiben, wenn man dauernd aus seinen Gedankengängen herausgerissen wird, wenn Kinder immer wieder die Tür aufreißen und rufen „Hör mal Mama“, oder „Du, Papa, ich muss dir was erzählen!“ Auch nicht, wenn der Ehepartner anklagend an  das Essen erinnert, das auf dem Herd verschmurgelt! Man braucht viel Toleranz in der Familie. Natürlich gilt dies alles nur für die Autoren, für die Schreiben nicht Hauptberuf ist. Die Schriftseller, die vom Schreiben leben, haben  selbstverständlich ihren Arbeitsraum samt der notwendigen Ruhe.
Für mich ist diese Voraussetzung längst kein Problem mehr, aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als sie es einmal war. Ich wollte immer schreiben, hätte auch ein Zimmer gehabt – aber keine Ruhe und keine Zeit. Ich konnte erst damit anfangen, als meine Kinder schon größer waren. Und dann, einmal damit angefangen – endlich!  – war an ein Aufhören nicht mehr zu denken.
Das zweite „Aber“ ist die Einsamkeit, in die man unweigerlich im stillen Kämmerlein, allein mit seinen Gedanken, rutscht. Der Autor muss allein sein können. Kann er das nicht, nutzt alle Inspiration,  alles Können nichts, dann braucht er gar nicht erst anzufangen. Denn dann wird ihm die Schreiblust bald von allein vergehen, das innere Feuer für diese Tätigkeit bald verlöschen.
Doch dabei, dass man nicht vereinsamt, hilft uns teilweise auch der Computer. Wir können im Internet Verbindungen anknüpfen und Freundschaften mit Gleichgesinnten schließen. Wie einfach, wie problemlos ist es, sich im Internet über Texte oder Bücher auszutauschen, ein Lob für Geschriebenes auszusprechen. Wie könnte man das sonst?! 

Samstag, 18. April 2015

Rezensionen


Autoren sind auf Rezensionen angewiesen, natürlich möglichst auf positive. Sie sollen nicht zu viel verraten, gerade nur so viel, dass potentielle Leser einen Eindruck bekommen und wissen, was ihnen geboten wird. Dann können sie leichter entscheiden, ob das Thema sie interessiert und das Buch interessant für sie sein könnte. Ich jedenfalls will keinen Käufer, der das Buch unter völlig falschen Voraussetzungen kauft und sich am Ende betrogen fühlt. Denn manchmal lässt man sich vom Titel in die Irre führen. Deshalb sind Rezensionen  wichtig. Und natürlich wünsche ich mir wie jeder Autor Resonanz. „Gefällt. Gefällt nicht. Gut  geschrieben. Spannend usw.“ Wir sind doch irgendwie alle abhängig von Resonanz.
Natürlich hoffe ich auch auf gute Rezensionen für mein künftiges Kinderbuch!


Wo sucht ein Leser Rezensionen? Selten in Zeitungen, meistens im Internet auf den verschiedensten Blogs und natürlich vor allem als erste Adresse bei Amazon. Denn leider gibt es sie nicht beim Buchhändler vor Ort. Dort muss man sich auf den Klappentext verlassen, der aber manchmal auch nicht aussagekräftig ist.
Autoren möchten natürlich positive Rezensionen bekommen, obgleich ein Verriss im Fernsehen auch Werbung ist! Man kann aber nie für jeden Geschmack schreiben und will es auch nicht. Immer wird es Rezensenten geben, die mit dem, was der Autor sich ausgedacht hat, nicht  konform gehen. Das ist auch in Ordnung. Anders wäre es ja langweilig. Und der unbefangene Leser merkt schnell, ob er gerade eine  Gefälligkeitsrezension vor sich hat oder die ehrliche Überzeugung des Verfassers.
Manchmal allerdings triefen die Ergüsse der Rezensenten nur so von Gehässigkeit, und dann frage ich mich, was wohl dahinter steckt. Persönliche Befindlichkeiten? Neid? Oh, ja, auch Autoren können neidisch sein auf den Erfolg eines Kollegen!
Man kann auch sachlich und höflich bleiben, selbst, wenn man eine schlechte Rezension schreibt. Denn manchmal scheint das unumgänglich. Ich habe auch schon die eine und andere schlechte geschrieben, wenn ich mich beim Lesen aus verschiedenen Gründen regelrecht geärgert habe.
Schöne Rezensionen aber vergisst man nicht, so wie die, die ich einmal vor langer, langer Zeit bekam: 
„Ich bin am Lesen und am Träumen.......wenn ich das Buch ausgelesen habe, werde ich Ute Eppich bitten, mir zu verraten, welchen Zug ich nehmen muß, damit mich ein Sandsturm überrascht. Sie ist eine ganz große Künstlerin, die es auf eine unglaubliche Weise versteht, mit Worten umzugehen... und vor allen Dingen die Geschehnisse so bildhaft erscheinen zu lassen. Wie schon bei "Sternschnuppen im Gepäck" habe ich einfach alles gesehen, alles gefühlt ... ohne daß sie ins Kitschige abgleitet ....“
Es ist wirklich schon lange her, aber ich habe diese kleine Rezension nie vergessen und mir natürlich aufgehoben. Wie ich mich darüber gefreut habe, kann sich jeder Autor vorstellen. Ich kannte die Frau nicht, die so eine nette Rezension über mein Buch „Sandsturm“ geschrieben hatte, aber ihren Namen habe ich noch im Original gespeichert.



Freitag, 17. April 2015

Verlagssuche

Verlagssuche ist ein Kapitel für sich. Autoren kennen es zur Genüge – jedenfalls die große Masse der weniger bekannten Autoren, und zu denen gehöre ich.
In den  großen allgemein bekannten Verlagen, unter deren Dach heutzutage immer viele andere Verlage angesiedelt sind, hat man fast keine Chancen. Ich kenne noch die Verlagssuche von vor zwanzig Jahren, als ich mein erstes Buch veröffentlichen wollte. Damals gab es noch selbständige mittelgroße Verlage. Es war zwar auch schon sehr schwer, einen Verlag für sein Manuskript  zu interessieren, aber heute ist es noch schwerer. Ich hatte also das Glück, dass ein Lektor meine märchenhaft phantastischen Kurzgeschichten als „Perlen“ bezeichnet hat. Und so wurde mein erstes Buch in einem mittelgroßen Verlag verlegt, und zwei Erzählungen aus diesem Buch wurden im Rundfunk vorgelesen.
Nach dem ersten Verlag, der später auch von einem anderen übernommen wurde, gab es ein paar Jahre kein neues Buch von mir. Ich bemühte mich auch nicht sonderlich, sondern schrieb, schrieb, schrieb. Dann aber fragte ich wieder einmal nach und fand einen kleinen Verlag, der mehrere Bücher von mir verlegte und für den ich auch – alles ohne Honorar, nur rein aus Idealismus  – als Herausgeberin für drei Anthologien fungierte. Das machte mir auch großen Spaß, und ich lernte selbst viel dabei.
Später wurde ich von einem amerikanischen Verlag „entdeckt“, bei dem zwei Kinderbücher erschienen und außerdem auch „Sandsturm“, eine phantastische Romanerzählung, die auch wieder Realität und Phantasie miteinander verknüpft.
Aber dieser Verlag zog sich aus dem deutschen Vertrieb zurück – ich schrieb es bereits – und ich bekam die Rechte an meinen Texten wieder zurück. 
Es gibt, dem Computer sei Dank, nicht nur viele, viele Autoren, sondern seit ein paar Jahren auch neue  und interessante Möglichkeiten zur Veröffentlichung, die das Suchen nach einem klassischen Verlag erübrigen. Das finde ich prima.
Viele Autoren wollen sich erst gar nicht mit der Verlagssuche herumschlagen, sondern veröffentlichen nun auf diverse Arten selbst oder unabhängig von klassischen Verlagen. Auch ich wollte das eine und das andere aus meinem Fundus noch als e-book veröffentlichen. 
Und dann kam doch alles anders. Wer hier schon weiter unten gelesen hat, weiß es: Mein Kinderbuch „Drachenalarm“ wird in Kürze erscheinen. Ohne Aufwand, ohne Suche, wurde es unversehens von einem kleinen Verlag ins Programm aufgenommen. Und auch die Fortsetzung von „Drachenalarm“ soll später erscheinen.  Jetzt bin ich gleich doppelt froh darüber, denn ich glaube, das Kinderbuch wird super, superschön werden! Schon allein durch die Illustrationen, aber auch, weil es noch einmal – zum wievielten Male eigentlich?! – überarbeitet worden ist, auch im Verbund mit dem Verleger. So schön hätte ich es allein nie hinbekommen!
Und ich sehe wieder einmal ein: Man soll niemals nie sagen!



Mittwoch, 15. April 2015

Werbung

Um nicht erst dann, wenn das Kinderbuch fertig vor mir liegt, herumtelefonieren und Anfragen schreiben zu müssen, habe ich schon jetzt etliche Zeitungen in der Umgebung angerufen und vorgefühlt, ob sie eventuell über das Buch berichten würden, wenn ich ihnen ein Exemplar schicken würde. Die Tageszeitung in meiner Heimatstadt macht es sicher, das hat sie schon immer getan. Eine andere Zeitung im Ort ebenfalls. Aber die meisten Redakteure der Zeitungen in den Nachbarkreisen lehnten ab – bis auf zwei Kreiszeitungen. Denen kann ich dann also ein Kinderbuch schicken. Prima!
Was mich auch freut: Ein Regionalsender wird ein Interview mit mir machen. Das hat er schon einmal vor einem Jahr für das Buch“ Irgendwann ein neuer Morgen“ mit mir gemacht, und so war ich auch diesmal guten Mutes.  Das sind so die kleinen Erfolge. Aber andere antworten gar nicht erst auf die höflichen Anfragen per Mail. Auch bei Anfragen für eine Lesung ist das Interesse gleich Null. Schade. Ich liebe es, Lesungen zu machen, wenn auch eine Lesung vor Kindern ganz etwas anderes ist als eine vor Erwachsenen.
Der Erfolg steht jedenfalls in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand, den man mit dem Herumtelefonieren und Emailschreiben betreibt. Aber immerhin … Etwas ist doch dabei heraus gekommen. Und dann hat sich das Durchhaltevermögen doch gelohnt! Man darf halt nicht aufgeben!

Aber natürlich kostet diese Art Werbung auch Geld, denn die Exemplare, die ich verschicke – ohne sicher sein zu können, dass dann ein netter Artikel oder eine Rezension auch wirklich in die Zeitung kommt – gehen ins Geld. 




 

Samstag, 11. April 2015

Realistische Phantasie

Meine Vorliebe beim Schreiben gilt der realistischen Phantasie. Sehr viele meiner vielen Erzählungen und Kurzgeschichten sind in dieser Art geschrieben.

Eine Geschichte, der man die Bezeichnung  "realistische Phantasie" geben könnte, ist nicht nur phantastisch und nicht nur realistisch, sondern beides. Sie spielt nicht in einer gänzlich fremden Parallelwelt, sondern hier in unserer bekannten Umgebung mit ganz alltäglichen Handlungen, also „gleich nebenan.“ Die eigentliche Handlung könnte also tatsächlich wie beschrieben sein, sie könnte dir und mir passieren und wird es wohl auch manchmal. Aber dann schleicht sich wie durch die Hintertür in die Handlung ein phantastisches Element ein, eine Entwicklung, die es nach unseren Erfahrungen und unserem Wissen nicht geben kann. Aber so subtil, dass es fast glaubhaft erscheint. Phantasie und Realität vermischen sich und lenken das Geschehen in eine andere, überraschende  Richtung und stellen die Protagonisten vielleicht auch vor besondere Aufgaben oder Probleme.
 
Es macht mir Spaß, mit diesen Elementen beim Schreiben zu spielen. Meine Erzählungen gleiten nie so ganz ins Phantastische, aber sie haben phantastische Elemente.  Wenn auch manchmal nur eine Prise …  Sie bleiben also immer ganz nah an der Realität.
So ist auch das Kinderbuch auf diese Art geschrieben. Aber die Prise ist etwas stärker, wenn auch immer noch auf dem Boden des Möglichen, Normalen. Ein Kind, das ein Geheimnis mit sich herumträgt, eine Fähigkeit, die ihr nicht einmal ihre Mutter glaubt. Und dieses Kind trifft dann einen putzmunteren, aber zuerst noch traurigen kleinen Drachen. Ihre Fähigkeit kommt ihr nun gut zustatten, und sie erlebt die schönsten, lustigsten und aufregendsten Sommerferien überhaupt, bis die Bewohner der kleinen Stadt den Drachen, das Ungeheuer, sehen. Und nun wird es gefährlich für den Burschen.
Das Kinderbuch erzählt aber auch von Ausgeschlossensein und Einsamkeit, sowohl bei Jule, der kleinen Protagonistin, als auch bei dem hässlichen, ungewöhnlichen, aber so harmlosen Tier mit dem schlechten Benehmen, das manchmal ganz aus Versehen ein Flämmchen pustet … 



Donnerstag, 9. April 2015

Plauderblog und Selbstgespräche um ein Kinderbuch

Vielleicht wird sich jemand, der hier zufällig vorbeikommt, fragen: „Warum überhaupt dieser Blog? Hier steht nicht viel drin, man kann hier nichts lernen, bekommt keine Tipps, wie man etwas besser machen kann.  Hier gibt es nur anspruchsloses Geplauder.“ Ja, das stimmt, dass hier nur anspruchsloses Geplauder zu lesen ist. Soll auch. Ich will damit weder Geld verdienen, noch anderen mit Ratschlägen zur Seite stehen. Ich will nur einfach meine manchmal spontanen Gedanken zum Schreiben, Veröffentlichen und meinen eigenen Büchern hier deponieren. So eine Art schriftliche Selbstgespräche. Ein „Plauderblog“ zum Entspannen.

Ich bin schließlich nur Hobbyautorin, aber eine ernsthafte. Und zwar schon seit Jahren. Mein erstes Buch erschien vor 21 Jahren. Ich habe bisher acht Bücher in drei verschiedenen klassischen Verlagen veröffentlich und vier Anthologien herausgegeben, wobei die vierte Anthologie fast nur von mir selbst nach mündlichen Erzählungen geschrieben wurde.

Wer also hier irgendwelche Anleitungen und Ratschläge zu finden hofft, wird leider nicht fündig werden. Das können andere besser als ich. Ich habe zwar in all den Jahren auch viele Erfahrungen gemacht, werde mich aber mit Ratschlägen weitgehend zurückhalten.  
Doch natürlich will ich hier, wenn fertig, das Kinderbuch „Drachenalarm“ vorstellen und später noch die Fortsetzung, also das nächste Kinderbuch, das zurzeit noch in der Überarbeitung steckt. Mal sehen, ob es danach noch ein weiteres gibt.  Aber ich bin ja nicht auf Kinderbücher spezialisiert, und dann wäre eigentlich wieder ein Buch für Erwachsene dran.
Aber der Blog wurde für das Kinderbuch beziehungsweise die Kinderbücher ins Leben gerufen.
Ich werde auch von der verhassten, aber notwendigen Werbung erzählen, von Erfolg und Misserfolg, Anfragen und Absagen. Also Kleinkram, den jeder Autor, der zwar möglicherweise gute Bücher, aber keine Bestseller schreibt, erlebt.
Vielleicht hat der eine oder andere Besucher – sofern überhaupt mal einer sich im großen Meer des Internets hierher verirrt – ja auch Spaß an meinen Plaudereien oder Selbstgesprächen!


   

Mittwoch, 8. April 2015

Klassische Kinderbücher

Es gibt zauberhafte klassische Kinderbücher, die Generationen von Kindern begeistert haben. Wir Erwachsenen denken an Pippi Langstrumpf und Michel,  an die Biene Maja und Nils Holgersson, an Emil und die Detektive und das fliegende Klassenzimmer. Ich denke aber auch an die Kasperle und Teddybücher von Josephine Siebe, die ich als Kind besonders geliebt habe. Sie waren lustig, und sie waren traurig, und sie waren so wundervoll altmodisch und liebevoll geschrieben und natürlich gewaltfrei. Besonders die beiden Teddybücher habe ich geliebt. Eines habe ich noch immer und halte es in Ehren, obwohl sich der Umschlag schon abgelöst hat und es schon sehr ramponiert ist, denn dieses Kinderbuch war 1947 mein erstes richtiges Buch überhaupt. Kein Bilderbuch, aber mit ein paar altmodischen Bildern drin. Ich bekam es alt geschenkt. Eine Vorkriegsausgabe mit verschnörkelter Schrift. Und ich hatte gerade lesen gelernt … 
Später las ich es meinen eigenen Kindern vor.
Viel geliebt und oft gelesen … 
Die modernen Kinderbücher haben sich natürlich an die neue Zeit angepasst. Heutzutage gibt es keine Minna mehr, dafür aber Computer und Spielekonsolen. Und darum drehen sich auch viele Kinderbücher der Gegenwart.  
Mein Kinderbuch „Drachenalarm“ ist nicht ganz so modern. Darin spielen die Kinder noch im Wald mit einem tollpatschigen Drachen, der zuerst gejagt und verfolgt wird und zum Schluss als Nachtwächter erfolgreich die kleine Stadt bewacht. Die Protagonistin Jule ist in diesem ersten Band acht Jahre und erlebt spannende Abenteuer und komische Situationen mit dem tierischen Freund. Das Buch erzählt von Freundschaft, aber auch von Ausgeschlossen- und Anderssein. Die Bilder von Susanne Hartmann machen das Kinderbuch erst richtig „rund.“ Es wird im Verlag „Der Märchenkönig“ verlegt.  
 

Dienstag, 7. April 2015

Ein Buch zu schreiben

Ein Buch zu schreiben, ist natürlich mit Arbeit verbunden. Aber das Schreiben ist das, was mir am meisten Spaß macht. Also empfinde ich es auch nicht als Arbeit, sondern als Vergnügen. Und dabei verliere ich auch nach Monaten nicht die Freude am Schreiben, Grübeln und Phantasieren. Die Ideen fliegen mir oft im Halbschlaf zu. Aber wenn man den letzten Punkt gemacht hat und glaubt, man sei nun endlich fertig und alles ist gut, dann beginnt erst die Arbeit: Korrigieren, umschreiben, korrigieren, verändern …
Auch das macht mir noch Spaß.
Dann lasse ich den Text ein paar Wochen liegen und schaue ihn möglichst nicht an. Danach erst beginne ich ihn erneut zu überarbeiten. Nun, mit dem Abstand von mehreren Wochen, lese ich das Manuskript fast mit den Augen des Lesers und  finde erneut das eine oder andere Fehlerchen oder einen nicht passenden Ausdruck. Ich mag auch kein Buch mit vielen Rechtschreib- und Kommafehlern lesen, das stört mich sehr. Also will ich dies auch meinen Lesern oder dem Lektor, der das Manuskript durcharbeiten muss, nicht zumuten. Es gibt wohl selten ein Buch, das von vorn bis hinten fehlerfrei ist, auch in Bezug auf Satzzeichen. Trotzdem sollten sich so wenige Fehler wie möglich einschleichen.
Nach der letzten Korrektur lasse ich auch gern noch einen Unbeteiligten, der aber der Rechtschreibung kundig ist, gegenlesen. Denn man selbst wird mit der Zeit bekanntermaßen blind für die eigenen Fehler.
So jedenfalls läuft es bei mir ab. Andere mögen es vielleicht ganz anders machen.
Bis hierher hat mir alles noch Spaß gemacht. Was dann aber nach der endgültig letzten Korrektur kommt, mag ich weniger, doch es gehört leider zum Veröffentlichen in einem Verlag dazu, egal, ob man ein Kinderbuch oder einen Roman verfasst hat: Verlagssuche! Und später die Werbung für das eigene  Buch.
Für das letztere scheine ich völlig unbegabt zu sein. Werbung ist mir unendlich peinlich.
Verlagssuche ist sowieso ein Kapitel für sich. Manche Autoren geben auf und verlegen mit BoD  oder  veröffentlichen ihre Geschichten als e-book. Ich habe ein einziges von meinen Büchern, nämlich das letzte, als BoD veröffentlicht und werde es nicht wieder tun, weil ich es mit meinen  mangelnden Möglichkeiten selbst sehr schlecht vermarkten kann. Ich bin zum Verkaufen zu unbegabt. Es war halt ein Versuch. Schade ums Buch, denn „Irgendwann ein neuer Morgen“ liegt mir am Herzen.
Alle anderen Bücher und auch die drei Anthologien, die ich herausgegeben habe, sind in klassischen Verlagen erschienen. 
Das Kinderbuch „Drachenalarm“ erscheint nun wieder in einem klassischen Verlag. Es wird dort noch ein weiteres Kinderbuch geben, die Fortsetzung von „Drachenalarm“, das in seiner Erstveröffentlichung „Karlchens Abenteuer“ hieß, und nach gründlicher Neuüberarbeitung dann wahrscheinlich auch umbenannt wird.
 

Montag, 6. April 2015

Vorfreude auf das Kinderbuch steigt

Reicht es nicht, wenn ein Buch, in diesem Fall mein Kinderbuch "Drachenalarm", schon einmal veröffentlicht worden ist? Warum dann noch ein zweites Mal?
Na ja, wenn ein Manuskript dann mehr oder weniger in der Tiefe des Computers vor sich hin schläft, ist es auch nicht so befriedigend. Da der amerikanische Verlag nicht mehr existiert, wird das Buch  auch schon lange nicht mehr vertrieben, wenn man von einigen sündteuren Restexemplaren aus den USA absieht.
Autoren schreiben nun einmal, um zu veröffentlichen und nicht, um ihre Texte im Verborgenen zu horten. Wobei es mir als Hobbyautor gar nicht einmal ums Geldverdienen geht, sondern ums Freude machen – in erster Linie mir selbst, aber auch dem Leser, dem ich unterhaltsame und spannende Stunden schenken möchte, egal, ob mit einem reinen  Kinderbuch oder mit Erzählungen und Romanerzählungen für Erwachsene.
Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn ein Manuskript irgendwann als Buch vor einem liegt. Ein bisschen fremd schaut es dann aus, so wie ein Kind, das man liebt und großgezogen hat und das eines Tages als erwachsener Mensch vor einem steht. Beide muss man loslassen. Das fällt einem nicht nur mit den Kindern schwer, sondern oft auch mit einem Manuskript, das „erwachsen“ geworden ist.

Sonntag, 5. April 2015

In Kürze neues Kinderbuch

Drachenalarm!

In ein paar Wochen ist es soweit: Mein neues Kinderbuch erscheint. Das heißt, so ganz neu ist dieses Kinderbuch nicht, denn es wurde vor 12 Jahren unter einem anderen Titel schon einmal in einem amerikanischen Verlag veröffentlicht.
Doch jetzt erscheint es völlig überarbeitet und illustriert in dem deutschen Verlag "Der Märchenkönig." Darauf freue ich mich, auch weil die zauberhaften Illustrationen von Susanne Hartmann das Buch bunt werden lassen. Es handelt von den Abenteuern eines Mädchens mit einem kleinen Drachen, der aus einem Tal im hohen Norden vor seinen bösen Artgesellen geflohen ist und sich nun in einer Höhle nach Drachenart häuslich eingerichtet hat
Ein fröhliches und spannendes Kinderbuch für sieben- bis zehnjährige Buben und Mädchen.

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Ute Eppich
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