Dienstag, 9. Juni 2015

Warten



Warten … warten ...
In der letzten Zeit fällt mir zunehmend auf, dass man überall und auf alles warten muss. Auf Antworten per Email, auf Reaktionen meiner Anfragen im Internet, selbst dann, wenn ich zuvor schon angerufen und mit den entsprechenden Personen selbst gesprochen habe – ohne vorhergehendes Telefonat bekomme ich erst gar keine Antwort.  „Man“ fühlt sich anscheinend diesbezüglich zu keinen, auch nicht den geringsten, Höflichkeiten mehr verpflichtet – so kommt es mir jedenfalls vor. Ich bin offensichtlich eine ganz altmodische Person, die noch andere Vorstellungen vom Umgang miteinander hat.
„Man“ knallt mir nach Monaten ohne namentliche Unterschrift eine kurze Email Nachricht hin, dass man sich im nächsten Jahr durchaus  eine Lesung mit mir vorstellen könnte. Aber das auch erst, nachdem ich groß in der Zeitung erschienen bin. Ich antworte höflich, frage an, wann es der „Kultur-Einrichtung“ im nächsten Jahr denn passt – keine Antwort mehr.
So ergeht es mir zurzeit, nein, nicht überall, aber meistens. Jede einzelne Lesung ein kleiner Kampf für sich. Es sei denn ich würde alles selbst organisieren und für die Räumlichkeiten bezahlen, was für mich nicht in Frage kommt. 
Die einzige rühmliche Ausnahme in dieser Beziehung ist für mich der Sender Mittelweser, bei dem ich das Interview hatte. Da hat sowohl der Betreiber des Senders als auch die Moderatorin zuverlässig und sofort geantwortet. Das muss ich hier ausdrücklich lobend betonen.
Ich würde gern wissen, ob andere Autoren auch diese Erfahrungen machen oder ob ich nur eine Ausnahme bin.





Kommentare:

  1. liebe Ute...ich kämpfe mich eben durch viele deiner Seiten weil ich einige Zeit nichts bei dir gelesen hatte, möchte aber auf dem Laufenden sein. Nicht leicht, wenn man so viele LINKS auf seinen seiten hat.
    gerne besuche ich dich und lese was du geschreiben hast womit ich zu diesem Thema komme.
    Wartn...oh weh..das kenne ich nur zu gut, und die Höflichkeit auf etwas zu antworten was der andere verschickt scheint irgendwie ausgestorben zu sein.
    die ERfahrung macht man oft, leider...
    Deine Lesungen zu versäumen ist schade, zu schade für die Kleinen, daran dürften wohl die Eltern mitbeteiligt sein sie nicht anzuleiten und zu fördern.(Obwohl doch jeder weiß wie wichtig das ist..
    die heutige Zeit, ja, da meint man oft in ihr ein Fossil vergangener Zeiten zu sein.
    ich grüße dich ganz herzlich und toi toi toi für die nächste Lesung die du noch vor dir hast..
    Angelface

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  2. Liebe Angel,
    du hast ja so Recht: Das Minimum an Höflichkeit bleibt allzu oft auf der Strecke ... Tja, und Lesungen sind nicht direkt attraktiv, wenn man nicht gerade einen berühmten Namen hat.
    Dir jedenfalls herzlichen Dank für deinen Kommentar, alles Liebe für dich und einen herzlichen Gruß von Ute

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