Sonntag, 19. Juli 2015

Sind Kinderbücher überhaupt noch "in"?

Jetzt wird mir bestimmt jeder Kinderbuchautor mit einem empörten „Ja, natürlich“, antworten. Klar, Kinderbuchautoren glauben an ihre Bücher und die Kinder, die sie lesen sollen. Ich ja auch. Aber manchmal werde ich doch nachdenklich und fürchte, dass wir uns etwas vormachen. Sicher, es gibt immer Kinder, die noch gern lesen oder deren Eltern ihnen auch vorlesen. Zum Glück! Denn Kinderbücher sind enorm wichtig, wie ich hier schon einmal geschrieben habe!
Aber die meisten Kinder haben heutzutage doch ganz andere Ablenkungen, sie versinken nicht mehr in Büchern, sondern in Computerspielen, sie chatten mit einer Selbstverständlichkeit, die den Älteren unter uns den Atem raubt. Das scheint alles viel interessanter und spannender zu sein als ein Buch zu lesen. Auch das I-Phone gehört bereits im Kindesalter zur allgemeinen Beschäftigung.
Bei all den Anforderungen, die an Kinder gestellt werden, bleibt nicht mehr viel Zeit und Lust zum Lesen und phantasievollem Spielen. Und so hat sich sowohl das  Leseverhalten als auch das Spielverhalten verändert. Kinder können heute nicht mehr in größeren Gruppen zusammen auf der Straße Völkerball oder  Räuber und Gendarm spielen, sie spielen höchstens im Garten oder im eigenen Zimmer oder auf einem eingegrenzten Spielplatz, meistens auch nur zu zweit.
Und wie sieht es mit Kinderbuch-Lesungen aus? Ich weiß nicht, wie es bei anderen aussieht, aber ich mache gerade die Erfahrung, dass auch hier ein gewisses Desinteresse vorherrscht. Das war vor 12 Jahren, als „Drachenalarm“ zum ersten Mal erschienen ist – damals unter dem Titel Julchen Sonderbar – noch anders.
Ich wüsste gern, wie andere Kinderbuchautoren darüber denken und welche Erfahrungen sie machen ...

Donnerstag, 16. Juli 2015

Ein Bürgermeister und ein Rundfunk-Interview






Hier ist der Mitschnitt meines Radiointerviews bei Radio Mittelweser, das schon ein paar Wochen zurückliegt. Mein Verleger Joachim Vaross hat ihn gekürzt und mit Fotos unterlegt, also ein Video daraus gemacht,  damit der Zuhörer sich nicht langweilt!

Wie ich schon erwähnt habe, sind meine beiden Protagonisten in "Drachenalarm!", Julchen und Karlchen Drache, in Obermarsberg beheimatet. In dem Buch spielt auch der Obermarsberger Bürgermeister eine Rolle. Und eine Illustration soll sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit dem richtigen Bürgermeister haben! Dem hat das Buch  anscheinend so Spaß gemacht, dass er höchst persönlich daraus in der Schule vorgelesen hat. Das ist wiederum für mich sehr vergnüglich. Was wird er erst zur Fortsetzung sagen, in der der fiktionale Bürgermeister eine noch größere Rolle spielt?!    :-)))